November-Tipp 02 - Komet

 

Als ich dieses umfangreiche Werk las, hieß es noch "Luzifers Hammer". Das war in den Achtzigern und ich muss so 14 oder 15 Jahre alt gewesen sein. Schon damals hat mich dieser Roman absolut eingenommen und fasziniert und schon damals machte mir die Länge des Buches nichts aus (ist ja gar nichts gegen "Letzte Chance Mond"). Inwieweit die Neuauflage überarbeitet wurde, ist mir nicht bekannt. Verwunderlich, dass schon beim "Blick ins Buch" auffällt, dass auf den ersten Seiten durch ein Telegram mitgeteilt wird, dass sich der Komet nähert.
Im Zitalter von Internet und Handy unpassend. Wäre nicht so klasse, einfach dem alten Roman einen neuen Titel zu geben und "Erste Auflage" drunterzuschreiben. Da wäre meine moralische Verkaufskritik sehr groß!

Aber selbst die ursprüngliche Version ist sehr gut aufgebaut und nimmt, wenn auch erst nach langer Vorbereitung, richtig Fahrt auf. Wieder ein Buch, das die Abgründe der Menschlichkeit aufzeigt und die gesamte Bandbreite von Extremen bereithält. Aber auch eine Geschichte, die man nicht mal eben nebenbei liest. Man muss sich darauf einlassen und sich Zeit nehmen. Und irgendwie tut es auch gut, dass die Menschen richtig eins aufs Dach kriegen.
In jedem Fall empfehlenswert und ein mitreißender Stoff - wenngleich man sich wahrscheinlich in die Siebziger/Achtziger begibt. 

 

Indie-Kollegen und ihre Werke 04

 

Wie ein Indie-Kollge bereits mal sagte: "Andere Indie-Autoren schreiben auch gute Bücher!"
Ich denke, er hat Recht und möchte auf dieses Buch von Jens Artschwager hinweisen, das bereits viele tolle Rezensionen erfahren hat und etlichen Fans  Lesevergnügen bereitete. Ich selbst habe es leider noch nicht gelesen, steht aber defintiv auf meiner Liste. 

 

November-Tipp 01 - Karibik



Lange her, dass ich dieses Buch gelesen habe, aber James A. Michener darf auf keinen Fall unerwähnt bleiben, zumal seine Romane in der historischen Vergangenheit spielen und daher auch heute wunderbar gelesen werden können.
Michener hat hervorragend recherchiert und zeichnet ein erschreckend und fast fühlbar reales Bild jener Zeit, in der Menschen wie Tiere behandelt wurden, in der die Karibik nicht assoziiert wurde mit Kreuzfahrten und Champagner, sondern mit Peitschenhieben, Folter und Abgründen der Menschheit. Mit "Karibik" taucht man in eine vergangene, aber irgendwie auch gar nicht so fremde Welt ein, die einen nicht mehr loslässt, wenn man erst einmal angefangen hat.

Absolut lesenswert! 

 

Indie-Kollegen und ihre Werke 03 - Proxima Rising

 

Die Idee dieses Romans hat mir sehr gut gefallen. Die technischen Details und Möglichkeiten dieser fernen Zukunft faszinieren und ziehen einen sofort in den Bann, wenngleich die Grenze des Machbaren schon beinahe überschritten scheint. Aber auch gerade deswegen packte mich die Story so, denn sie ist durchdacht und verliert nie ihren roten Faden. Erstes Drittel besteht aus der technischen Faszination und einem guten Aufbau. Zweites Drittel nimmt an Fahrt auf und die Geschichte wird bunter und gewinnt immer mehr an Spannung. Im dritten Drittel schließlich ließ mich die Spannung nicht mehr los und mit auf dem fernen und gefährlichen Planeten umherirren. Toll umgesetzt das Ganze, sprachlich sehr gefällig und angenehm. Einziger Wermutstropfen, aber das mag Geschmackssache sein: Die letzten 10% des Buchs (Kindle) bestehen ausschließlich aus Glossar und allgemeinen Erklärungen über Planeten im Allgemeinen und das All. An sich nicht schlecht und auch wirklich sehr gut erklärt, aber 10% sind schon recht viel und mir hat auch nicht das abrupte cliffhängende Ende gefallen. Hätte ich zuvor gewusst, dass es sich um zwei Bücher handelt, wäre ich wohl besser vorbereitet gewesen. Nun ja. In jedem Fall wird der bald erscheinende zweite Teil gelesen. 


Empfehlenswert!

 

Indie-Kollegen und ihre Werke 02 - Projekt Optarmis

     

Diese Trilogie von Gerd Hoffmann wurde von einer Schriftstellerkollegin sehr gelobt. Darum nehme ich die Bücher des Indieautors gerne hier auf und hoffe, dass viele von Euch spannende Unterhaltung damit finden. 

Hier die Kurzbeschreibung des ersten Teils: 

Drill, schmerzhafte Experimente, harte Strafen. 
Dies ist das Leben, das eine Anzahl Kinder und Jugendliche führen, deren Eltern den Fehler begangen hatten, sich in die Hände von Professor Bergström und seinem medizinischen Institut zu begeben.
Als Jahre später ein Einsatz fehlschlägt, wird das Projekt Optarmis für gescheitert erklärt. Durch einen glücklichen Zufall gelingt es zwei Jugendlichen aus dieser Versuchsreihe, ihren Häschern zu entkommen.
Doch die Männer und Frauen, die hinter diesem Projekt stehen, sind nicht gewillt, Beweise für ihre Experimente am Leben zu lassen.
Nach vielen Jahren auf der Flucht sehen die beiden jungen Erwachsenen eines Tages die Chance, ihre Verfolger endlich abzuschütteln. Doch ihre Vergangenheit lässt sie so schnell nicht los.

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